Hermann Nitsch 20.04. bis 23.05.2026
„meine arbeit ist eine feier des lebens und des todes, eine erinnerung daran, dass wir alle teil des ewigen zyklus des seins sind.“
Hermann Nitsch war ein zentraler Vertreter des Wiener Aktionismus sowie Maler, Komponist und Bühnenbildner. Mit seinem „Orgien Mysterien Theater“ entwickelte er ein radikales Gesamtkunstwerk, das Leben, Körper und Sinne intensiv erfahrbar machen sollte. Seine Malerei war dabei Ausgangspunkt und Ergebnis zugleich. Im Mittelpunkt stand nicht das fertige Bild, sondern der körperliche, expressive Malprozess. Ein Akt zwischen Ekstase und Ritual.
Bekannt wurde Nitsch vor allem durch seine Schüttbilder, die ab den 1960er-Jahren entstanden. Zunächst dominierte die Farbe Rot als Symbol für Blut, Leben und Tod, später erweiterte er seine Palette um weitere intensive Farben.
„…am anfang stand das rot und das blut, auch das schwarz. und später habe ich alle farben des regenbogens eingesetzt…“
Sein künstlerisches Credo lässt sich so zusammenfassen:
Er malte nicht den Körper selbst, sondern das Empfinden des Körpers.
Vergangene Ausstellungen:
Neuheiten im Frühling 09.03. – 25.04.2026
Mit der Ausstellung Neuheiten im Frühling öffnet Zetter ▪ Projects erneut seine Türen und präsentiert die zeitgenössischen Positionen unserer Frühlingssaustellung in der Galerie bei der Albertina ▪ Zetter. Gezeigt werden Werke unter anderem von Thomas Reinhold, Hubert Schmalix, Leopold Ganzer und vieles mehr.
Vergangene Ausstellungen:
Best – Of Zetter ▪ Projects 11.01. – 08.03.2026
Über den Winter 2026 zeigen wir bei Zetter Projects ein Best-Of der vergangenen Ausstellungen. Entdecken Sie eine monatlich wechselnde Zusammenstellung von Werken von Maria Lassnig, Hubert Schmalix, Hans Bischoffshausen, Kiki Kogelnik, Thierry Feuz und vielen anderen.
Vergangene Ausstellungen:
Kiki Kogelnik 20.11.2025 - 10.01.2026
Kiki Kogelnik zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gilt als die einzige Protagonistin der Pop Art in Österreich – doch ihr Werk reicht weit über diese Zuschreibung hinaus. Kogelniks Kunst ist spielerisch, kritisch, farbenfroh und zugleich hochpolitisch. Ihre Themen weisen eine erstaunliche Aktualität auf, welche sie sowohl in Malerei, Zeichnung, Keramik, Glas, Bronze und Installationen bis hin zu performativen Praktiken zum Ausdruck brachte. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und hatte ihre erste Einzelausstellung in der Galerie St. Stephan. Seit Mitte der 1950er Jahre gehörte sie zur Avantgarde um Monsignore Otto Mauer, in dessen Galerie St. Stephan sie mit Ausstellungen wie „Kunst kommt von Künstlich“ Aufsehen erregte.
Reisen durch Europa und die Begegnung mit Sam Francis veranlassten Kogelnik 1962 dazu, nach New York zu übersiedeln. Dort etablierte sie sich schnell in der lebendigen Kunstszene und ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Sie arbeitete nun mit Schablonen und verwendete Materialien wie Vinyl oder Plastik. Fortan pendelte sie zwischen New York, Wien und Bleiburg und entwickelte ein außergewöhnliches und vielseitiges Oeuvre, in dem sie sich mit Themen wie Körper, Technik, Konsum und Geschlechterrollen auseinandersetzte.
Mit humorvoller Abgründigkeit, scharfer Pointe, kühner Ästhetik und dem Sendungsbewusstsein der Popkultur hinterfragt Kogelnik Schönheitsideale und Rollenbilder und findet dabei ihren einzigartigen Weg. Ihre Kunst ist aus heutiger Sicht eines der mannigfaltigsten und eigenständigsten Beispiele für die frühe Kunst der Postmoderne.
Vergangene Ausstellungen:
Maria Lassnig 15.09. – 08.10.2025
„Ich male nicht den Blick auf den Körper, sondern das Körpergefühl.“
„Ich male und zeichne nicht den ‚Gegenstand‘ Körper, sondern ich male Empfindungen vom Körper“
Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der österreichischen Moderne und war eine radikale Pionierin der subjektiven Malerei. Ihr zentrales Konzept – die sogenannte „Körperbewusstseinsmalerei“ – stellt nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern das innere Spüren des Körpers in den Mittelpunkt. Lassnig fragte nicht: Wie sehe ich aus?, sondern: Wie fühle ich mich? Ihre Bilder sind direkte Übersetzungen körperlicher Empfindungen – Schmerz, Druck, Leere, Fremdheit – in Farbe und Form.
Nach dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien setzte sie sich in den 1950er-Jahren intensiv mit dem Informel auseinander und lebte u. a. in Paris und später in New York, wo sie sich mit feministischer Kunst und Animationsfilm beschäftigte. Ihr Werk entwickelte sich dabei stets jenseits von stilistischen Konventionen. In ihren oft schonungslos offenen Selbstporträts tritt sie uns nicht als Idealbild entgegen, sondern als fragiles, fühlendes Ich, das Alter, Schmerz, Unsicherheit und Stärke gleichermaßen sichtbar macht.
Lassnigs Werk ist tief autobiografisch und zugleich universell. Es geht um das Verhältnis von Innen und Außen, Subjekt und Welt – und um die Frage, wie wir uns selbst überhaupt wahrnehmen können. Als eine der ersten Professorinnen für Malerei im deutschen Sprachraum (ab 1980 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien) wurde sie zu einer wichtigen Stimme in der Kunstlandschaft – unbequem, mutig und wegweisend.
Vergangene Ausstellungen:
Best – Of Zetter ▪ Projects 01.05. - 31.08.2025
Über den Sommer 2025 zeigen wir bei Zetter ▪ Projects ein Best-Of der vergangenen Ausstellungen. Von der Eröffnung im April 2024 mit Werken von Hans Bischoffshausen und Karl Prantl bis zur eben geendeten Ausstellung Welten von Gunter Damisch präsentieren wir ein Kaleidoskop österreichischer Meisterwerke. Entdecken Sie eine monatlich wechselnde Zusammenstellung von Werken von Erwin Wurm, Thomas Reinhold, Marc Adrian, Hubert Schmalix und vielen anderen.
Vergangene Ausstellungen:
Gunter Damisch 10.03. – 26.04.2025
Welten
Beim ersten Anblick der unverwechselbaren Werke von Gunter Damisch, der als ein Hauptvertreter der „Neuen Wilden“ in Österreich gilt, macht es den Anschein, als schaue man durch ein überdimensionales Mikroskop und erhalte einen Einblick in eine wundersame Welt von Riesenmikroben, -wimpertierchen und -amöben, die gleichzeitig nah- und fernsichtig, groß und klein, wirken. Damisch beschrieb seine Malerei als eine Herausforderung für sich und ebenso als Möglichkeit, eigene Welten zu erschaffen. Diese einzigartigen Welten und grenzenlosen, kosmischen Bildräume, die er kreierte, sind von seinem typischen Formenrepertoire geprägt. In seiner individuellen Bildweltordnung finden sich „Welten“, „Felder“, „Wege“, „Netze“, „Flimmern“, „Steher“ oder „Flämmler“, die sich über die Bildränder in die Unendlichkeit ausbreiten und sich einmal geballt zu dichten Haufen, ein anderes Mal explosionsartig auseinanderstiebend über die Bildfläche verteilen und den Eindruck stetiger Bewegung vermitteln. Damisch Ölgemälde zeichnen sich durch intensive und kontrastreiche Farbigkeit aus. Durch den für ihn so typischen pastosen Farbauftrag gelang es ihm außerdem seine Bilder in eine dritte Dimension zu führen. Diesen Ansatz führte Damisch in seinen außergewöhnlichen, skulpturalen Arbeiten weiter.
Die Auseinandersetzung mit Gunter Damisch Bildordnungen ist ein wundersames Eintauchen in einzigartige Welten.
Vergangene Ausstellungen:
Hubert Schmalix 11.10. - 16.11.2024
Hubert Schmalix wurde 1952 in Graz geboren. Er studierte von 1971 bis 1976 Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter Maximilian Melcher. Seine frühen Arbeiten sind durch intensive Farben und einen expressiven Pinselstrich geprägt. Nach einem längeren Aufenthalt auf den Philippinen hielt der weibliche Akt als dominantes Motiv Einzug in das Schaffen Schmalix‘. In den 1980er-Jahren wurde er gemeinsam mit Siegfried Anzinger, Erwin Bohatsch und Alois Mosbacher als einer der wichtigsten Vertreter der „Neuen Malerei“ bzw. der „Neuen Wilden“ bekannt. Internationale Erfolge konnte der Künstler erstmals durch seine Teilnahme an der Biennale von Venedig 1980 verbuchen. Im Laufe der Jahre vollzog sich im Werk von Schmalix ein Wandel von expressiv-wild zu ruhig und naiv. 1987 verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt nach Los Angeles. Hubert Schmalix‘ Bilder der letzten Jahre weisen eine zurückhaltende Farbigkeit auf. Neben dem weiblichen Akt widmet sich der Künstler vermehrt der Landschaft und dem Blumenstillleben. Vor allem seine Landschaften zeichnen sich durch die Wiedergabe idyllischer, menschenleerer Orte aus und bilden Pendants zur urbanen Geometrie in den Darstellungen seiner Wahlheimat Los Angeles. Die wesentlichen Elemente seiner Malerei, die monochrome Fläche und die Konturlinie, werden durch gelegentliche Brüche in Spannung versetzt, sodass sie sowohl lebendig als auch klar erscheinen. 1997 wurde Hubert Schmalix an der Akademie der bildenden Künste zum Professor ernannt.
Kommende Ausstellungen 2024/ 2025:
MARC ADRIAN
November 2024
THOMAS REINHOLD
Jänner 2025
Vergangene Ausstellungen:
Valentin Oman 29.05. - 13.07.2024
Valentin Oman wurde 1935 in St. Stefan /Šteben bei Villach geboren und studierte von 1958 bis 1962 bei Hilde Schmid-Jesser an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. 1963 absolvierte er die Spezialklasse für Druckgrafik bei Riko Debenjak an der Akademie für bildende Kunst in Laibach / Ljubljana.
Neben Ausstellungen im In- und Ausland, bringt sich Valentin Oman durch zahlreiche Arbeiten in den öffentlichen Raum ein. Der Künstler entwickelte über Jahrzehnte seiner künstlerischen Laufbahn eine einzigartige Maltechnik, mit unverwechselbarem Charakter – Pastose Farbflächen stehen stark fragmentarischen Aussparungen gegenüber, welche die Resultate des gleichzeitig faszinierenden und eigenwilligen Arbeitsprozesses sind, bei dem Oman die Farbschichten von der Mauer löst. Generell stellt die Thematik der menschlichen Existenz das Hauptmotiv in Omans Oeuvre dar.
Bei seinen Landschaften verzichtet der Künstler gänzlich auf figurale Elemente, dafür bestechen sie durch ihre ausdrucksstarken Farben, die zu einer intensiven Tonalität führen. Die Farbe ist nicht allein Instrument, sondern sie wird bei Valentin Oman zum eindrucksvollen, intensiven Ausdrucksmittel.
Kommende Ausstellungen 2024:
Vergangene Ausstellungen:
Wander Bertoni
Codisotto 1925 - 2019 Wien
Der 1925 in Italien geborene Bildhauer Wander Bertoni kam 1943 als Fremdarbeiter nach Wien. Angeregt durch einen italienischen Maler fing er 1944 zu zeichnen und zu malen an. Ein Jahr darauf beschäftigte er sich erstmals mit bildhauerischen Arbeiten. 1946 begann er sein Studium an der Akademie für Bildende Künste bei Fritz Wotruba. Seine ersten Werke sind noch gegenständlicher Natur. Erst in den 50-er Jahren wandte er sich der abstrakten Form zu. Bertoni hat allerdings nie die Form alleine als Selbstzweck gesehen, sondern es blieb stets der Inhalt, die Aussage seiner Werke, der treibende Motor in seinem Schaffen. 1965 wurde er als Leiter der Meisterklasse für Bildhauerei an die Hochschule für angewandte Kunst berufen. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.


















































































































































