„meine arbeit ist eine feier des lebens und des todes, eine erinnerung daran, dass wir alle teil des ewigen zyklus des seins sind.“

Hermann Nitsch war ein zentraler Vertreter des Wiener Aktionismus sowie Maler, Komponist und Bühnenbildner. Mit seinem „Orgien Mysterien Theater“ entwickelte er ein radikales Gesamtkunstwerk, das Leben, Körper und Sinne intensiv erfahrbar machen sollte. Seine Malerei war dabei Ausgangspunkt und Ergebnis zugleich. Im Mittelpunkt stand nicht das fertige Bild, sondern der körperliche, expressive Malprozess. Ein Akt zwischen Ekstase und Ritual.

Bekannt wurde Nitsch vor allem durch seine Schüttbilder, die ab den 1960er-Jahren entstanden. Zunächst dominierte die Farbe Rot als Symbol für Blut, Leben und Tod, später erweiterte er seine Palette um weitere intensive Farben.

„…am anfang stand das rot und das blut, auch das schwarz. und später habe ich alle farben des regenbogens eingesetzt…“

Sein künstlerisches Credo lässt sich so zusammenfassen:
Er malte nicht den Körper selbst, sondern das Empfinden des Körpers.


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